Kempten, S. Walch, Anno M D CCLVI., 1756, in-folio, Mit allegorischem Frontispiz von G. Eichler + 24 S. Text (inkl. Titelbl. in Rot u. Schwarz mit gest. Vignette) mit gest. Kopfvign. Initiale + 60 Tafeln in Schabkunst-Manier (Mezzotinto) von S. Walch nach J. C. Füsslin. In den Rändern etwas stockfleckig, stellenweise schwach fingerfleckig, Auf vorderem Spiegel 3-eckiges gestochenes Ex Libris in Röteldruck : ‘O. C. Laversdorf’ / Ex Libris-Stempel ‘Hermann Fietz-Frey’ / Heraldisches Exlibris mit Devise ‘Deo non Fortuna’ + 2 handschriftliche Widmungen von rezenter Hand. (1957 u. 1973), Original Halb-Lederband, Ecken bestossen.
Reference : 125241aaf
Erste u. einzige Ausgabe. - Porträtsammlung aller Zürcher Bürgermeister von 1336 bis 1742. Der Zürcher Maler Johann Caspar Füssli (1706-1782) schuf im Auftrag seines Schülers Sebastian Walch (1721-1788) die Vorlagen nach in der Zürcher Stadtbibliothek aufbewahrten Gemälden. Zusammen mit dem Nürnberger Kupferstecher V. D. Preissler (1717–1765) stach Walch die gezeichneten Portraits in Schabmanier und veröffentlichte sie im Selbstverlag. Der den Tafeln vorausgehende Text enthält eine Widmung an die beiden Zürcher Bürgermeister Johann Caspar Escher und Johannes Fries sowie ein chronologisches Verzeichnis aller abgebildeten Bürgermeister von Rudolf Brun bis Johannes Hofmeister, jeweils mit Wahljahr, Todesjahr und Zunftzugehörigkeit. Die Schabkunst-Manier oder ‘Die Mezzotinto – Radierung’ ist eine barocke, zeit- und arbeitsaufwändige Tiefdrucktechnik aus dem 17.Jh., die sich besonders zur Darstellung von Licht und Schatten eignet. Sie wurde 1662 von Ludwig von Siegen in Deutschland erfunden, jedoch bald als „englische Manier“ bezeichnet. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde sie vor allem für die Herstellung von Gemälde-Reproduktionen verwendet. Erst Edward Munch verhalf ihr zu einer künstlerischen Eigenständigkeit. Die Mezzotinto ist das Druckverfahren, das besonders effektvoll Plastizität und Körperhaftigkeit sowie Licht und Schatten zur Darstellung bringt. Lonchamp 3226. Image disp.
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Kempten, 1756, 1756. Folio. 24 S. Titel in Rot und Schwarz gedruckt. Mit 1 gest., allegorischen Frontisp., 1 gest. Titelvignette, 60 Kupfer-Portraits (in Schabmanier) nach J. C. Füssli von Val. Dan. Preisler und Sebastian Walch, 13 leere Blatt. Halbpergamentband der Zeit.
Brun III, 418. – Lochamp 3226. – Thieme/Becker XXXV, 68. – Lipperheide 921. – Komplettes Portraitwerk des Zürcher Malers J. C. Füssli (1706–1782), der im Auftrag seines Schülers, Sebastian Walch (1721–1788), die Vorlagen nach den in der Zürcher Stadtbibliothek aufbewahrten Bürgermeister-Gemälden zeichnete. Walch stach sie zusammen mit dem Nürnberger Kupferstecher Val. Dan. Preissler in Schabmanier und veröffentlichte sie, mit einer Widmung der beiden Zürcher Bürgermeister Johann Caspar Escher und Johannes Fries. – Das Papier zum Teil stock- und fingerfleckig. Der Einband berieben und fleckig.
Kempten, 1756, 1756. Folio. 24 S. Titel in Rot und Schwarz gedruckt. Mit 1 gest., allegorischen Frontisp., 1 gest. Titelvignette. Dazu Abschrift des gedruckten Textes aus 13 Bl. Pappband der Zeit.
Brun III, 418. – Lochamp 3226. – Thieme/Becker XXXV, 68. – Lipperheide 921. – Nur Text zum Porträtwerk des Zürcher Malers J. C. Füssli (1706–1782), der im Auftrag seines Schülers, Sebastian Walch (1721–1788). Mit montiertem Exlibris von Victor Näf. – Einband berieben. Der Buchblock lose.