Degenbalm, 12.08.1882 Ein Blatt, doppelseitig beschriftet, 16 Zeilen.
Handschriftlicher Brief von Clara Schuhmann. Geehrter Herr Durch dieses möchte ich Ihnen nur mittheilen, daß da mein Aufenthalt hier unsicher, und jedenfalls kaum über 14 Tage währen möchte,1 ich mich entschlossen habe auf ein Instrument zu verzichten.2 Ich wollte nicht säu- men Ihnen dieß mitzutheilen und Ihnen zu danken für Ihr so freundliches Entgegenkommen.3 Es gefällt uns hier so 2 gut, daß ich glaube wir werden uns ein and- res Jahr auf länger einrichten4 & dann werde ich ernstlich an Ihre Güte appelliren. Hochachtungsvoll Ihre ergebene Clara Schumann. Degenbalm d. 12 Aug. 1882 ÜBERLIEFERUNG: Quelle: Diktatbrief (Henriette Volkland)5 mit eigenhändiger Unterschrift, Privat- besitz; 1 Blatt: S. 1-2 Brieftext. Unter Passepartout montiert. ADRESSAT: Das in Zusammenhang mit einem Urlaubsaufenthalt im schweizerischen Degen- balm verfasste Schreiben richtet sich mit hoher Wahrscheinlichkeit an eine Fir- ma, die Clara Schumann offenbar wegen des Verleihs eines Klavierinstruments angefragt hatte. An Henriette Volkland, Ehefrau des Basler Musikdirektors Al- fred Volkland, die sich um ein gemeinsames Quartier in Degenbalm bemüht hatte, schrieb Clara Schumann vor ihrer Anreise, dass sie sich „gern ein Clavir f. 2 Wochen in Luzern miethen" wolle und bat um den „Namen eines Instru- mentenvermiethers" (Brief vom 28. Juli 1882, im vorliegenden Band, S. 386 f.). Möglicherweise bezieht sich der vorliegende Brief auf diesen Vorgang. (Schumann Briefedtionen - Hrsg.: Annegret Rosenmüller.