Zürich, 1712/13, 116x153 cm (ganze Karte), Kupferstichkarte der Schweiz aus 4 Teilen auf Leinwand aufgezogen, Massstab ca. 1:230’000, weiterer Titel am oberen Rand: "Helvetiae pagi seu cantones. XIII Ohrt der Eidgenossschaft...", Kartenzeichnung reicht nur bis zur Landesgrenze, Titelkartusche und Kartenrand sind reich mit figürlichen Szenen, Darstellungen von naturhistorischen Merkwürdigkeiten, sowie Landschafts- und Gebirgsdarstellungen von der Hand Johann Melchior Füsslis verziert, gestochen von Johann Heinrich Huber und Emmanuel Schalch, der rechter Hälfte etwas gedunkelt sonst guter Zustand, auf Leinwand aufgezogen, sehr schönes Exemplar. (Gerolt).
Originalausgabe der Scheuchzerkarte in selten gutem Zustand und teilskoloriert. Der Zürcher Stadtarzt Johann Jakob Scheuchzer war einer der grossen Universalgelehrten der Schweiz und „ohne Zweifel der berühmteste schweizerische Naturforscher, Mediziner, Historiker und vielseitigstes Genie des 18. Jahrhunderts“ (Dürst). Scheuchzer sammelte unermüdlich Material für seine „Naturgeschichte des Schweizerlandes“ und bereiste die Alpen. Er erstellte dabei auch kleine Regionalkarten, welche er nach 18-jähriger Arbeit zu einer grossen Gesamtkarte der Schweiz zusammenstellte. ,Diese grosse Schweizer Karte beruht auf der Gygerschen von 1657 und auf der grossen vierblätterigen von Jaillot. Sie stellt das kartographische Hauptwerk des 18. Jahrhunderts dar und diente vielfach als Grundlage für weitere Karten.’ (Blumer) Der Naturforscher Scheuchzer bemühte sich um eine neue, wissenschaftliche Erforschung der Natur, sein grosses Kartenwerk stand aber noch in einer älteren Tradition. ,Die Scheuchzerkarte ist die letzte kartographische Schöpfung grossen Massstabes, die letzte grosse Übersichtskarte der Schweiz der alten Kartenperiode.’ (Blumer). Typisch für die Karten der Zeit sind die reichen Kartenrandillustrationen, welche bei Scheuchzer v.a. auf die ,Schweizer Naturwunder’ eingehen und mit Kommentaren und Legenden versehen sind. Sie stammen von Johann Melchior Füssli (1677-1736), dem wichtigsten Illustrator von Scheuchzers Werken. Schon die Titelkartusche in der linken oberen Ecke zeigt die allegorischen Darstellungen der wichtigsten Flüsse Rhein, Rhone etc., hier findet sich auch die Jahrzahl 1712 (die Karte erschien erst 1713 im Druck), die weiteren Illustrationen: Glarner Ziegermühle mit Molkereigeräten, Teufelsbrücke in der Schöllenen, Calandari-See im Schams, Torfstechen bei Rüschikon, Rheinfall, Kristalle und Versteinerungen, Alter Gemmiweg auf Walliser Seite, Regenbogen am Wasserfall, Rhone-Gletscher, Herstellung von Lavezstein-Gefässen, Drachenstein von Luzern, Mond-Regenbogen am Vierwaldstättersee, niedergehende Grundlawine, eine Rüfi, Kugelblitz im Gebirge und das Steilerhorn im Schams (mit der ersten Höhenangabe in einer Schweizerkarte: das Steilerhorn (GR) wird mit 12’000 Fuss, ca. 3600m, angegeben, in Wirklichkeit: 2980m). Fast alle Darstellungen basieren auf älteren Radierungen von Füssli oder von andern Künstlern wie Johann Brandenberger, Johannes Meyer d.J. u.a. und wurden nicht speziell für die Karte geschaffen. Neben Illustrationen präsentiert Scheuchzer aber auch ein Verzeichnis der römischen Ortsnamen und ihrer modernen Entsprechungen, die Zeichenerklärungen und den Kartenmassstab (die Orte werden, wie damals üblich, nach Religionszugehörigkeit unterschieden) und schlussendlich die lateinische Anmerkung (rechte Seite Mitte) des Autors zu seinem Werk, welches aus eigener Anschauung auf seinen Alpenreisen korrigiert und erweitert wurde, jedoch an vielen Stellen noch verbessert werden könnte. Die Karte wurde 1715 von Peter Schenk und ca. 1720 von Covens & Mortier in Amsterdam nachgezeichnet . Neuherausgabe durch J. Hofmeister 1765. Blumer, Bibliogr. d. Gesamtkarten d. Schw., 76ff.; Dürst, Begleitbd. zur Faksimileausgabe (1971). Image disp.
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3 Teile in 1 Bd. Zürich, Bodmerische Truckerey, 1716-1718. Kl.-4°. (4), 268, (6) S.; (16), 480, (8) S.; (16), 336 S. Mit gest. Frontispiz; Tl. I: Tafeln I, II und V sowie 1 unn. Taf.; Tl. II: Tafeln I-XII plus 2 unn. gef. Tafeln zu Teil I gehörend (Bergsturz von Plurs); Tl. III: 17 unn. Tafeln (mit fortlaufend num. Abbildungen). Pergamentband der Zeit mit hs. Rückentitel, goldgepr. Wappensupralibros.
Haller I, 1044-46. – Lonchamp 2638. – HLS-Scheuchzer (No. 8). – Erste Ausgabe dieses grundlegenden Werkes. Es bildet die Fortsetzung zur "Beschreibung der Natur-Geschichten des Schweizerlandes", 1706–1708. Johann Jakob Scheuchzer (1672-1733) "einerseits ein Polyhistor barocken Zuschnitts, anderseits als empirischer Wissenschaftler schon stark der Aufklärung verpflichtet" (HLS), studierte Naturphilosophie, beschäftigte sich mit Astronomie, Versteinerungskunde und Botanik und wurde 1710 Professor für Mathematik am Zürcher Carolinum. Ab 1704 auch Mitglied der Royal Society in London, die ihn finanziell unterstützte, ihn zur Publikation seiner Schriften motivierte und Wesentliches zu deren Verbreitung beitrug. Scheuchzer beschreibt im ersten Band die Grenzen, die Form der Gewässer, die Gestalt der Berge mit deren Höhlen, Luftlöchern und Schneelawinen. Im zweiten Band beschreibt er neben den alphabetisch aufgelisteten Gewässern mit ihren Überschwemmungen und Trockenperioden auch die Bäder der Schweiz, die er in «Classen» wie warme Bäder, kalte Bäder, Sauerbrunnen, versteinernde Wasser, Schwefelwasser etc. einteilt, welche ihn mit ihren heilenden Wirkung interessiert haben dürften. Im dritten Band «viel gute und falsche Betrachtungen» (Haller), neben meteorologischen Beobachtungen auch Beschreibungen von Naturkatastrophen wie Erdbeben und der «Sündflut» sowie Funde von Fossilien, Steinen, Metallen und Mineralien. «Scheuchzer ist vor Albrecht von Haller der bedeutendste Entdecker der Schönheit der Alpen. Die ästhetisierende Darstellung von Land und Volk in Schillers Wilhelm Tell geht auf seinen Einfluss zurück» (HLS). Die Kupfer stammen von Johann Melchior Füssli und Joh. Konrad Gessner. - Die 2 Tafeln von Plus knittrig mit einigen kleinen alt hinterlegten Einrissen, was auch bei anderen Falttafeln der Fall ist; vorderes Innengelenk halb gebrochen. – Mit Exlibris Paul Ad. Leemann.
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Londini, impensis Henrici Clements, ad insigne Lunae Falcatae in Coemeterio D. Pauli, 1708, petit in-4to, (24 x 18 cm), VI + 58 S.; II + 72 S.; II + 22 S., illustriert mit insgesamt 45 teils gefalteten Kupfertafeln einschliesslich des Porträts des Verfassers als Frontispiz, und 3 Titeltafeln (gestochen von Jos. Nutting nach Mechior Füssli und Anna Waser, auf Tafel 17 vom 2. Teil ist eine Figur im Zentrum handkoloriert, rezenter Kalbsledereinband, dem frühen 18. Jhd nachempfunden, beide Buchdeckel mit Blindpressung, Rücken reich vergoldet, Vorsätze erneuert, ein sehr schönes Exemplar.
» Erster wissenschaftlicher Forschungsbericht einer Alpenexpedition vom Begründer der Gletscherkunde. Sehr seltene Erstausgabe «Bahnbrechendes Werk, mit den ersten wissenschaftlichen Forschungsberichten einer Alpenexpedition überhaupt. Vollständiges Exemplar.Er behandelt unter anderem die Naturgeschichte, Paläontologie und Gletscherkunde, die Scheuchzer hiermit begründete und entwickelte, u.a. die später von Agassiz ausgeführte Dilatationstheorie der Gletscher. Er machte auf Einschlüsse in Kristallen aufmerksam, die er für eine Theorie der Genesis der Kristalle benutzt.Als erster bereiste Scheuchzer mit mathematischen und physikalischen Instrumenten die gefürchteten und bisher als völlig unzugänglich geltenden Natur-Riesen der Schweiz. In Begleitung junger Studenten zog der Zürcher Stadtphysikus vom Jahr 1702 an fast jedes Jahr in die Alpen, die er - systematisch sammelnd, beobachtend, messend - durchstreifte. Die Ergebnisse legte er hier zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor (bis auf die ergebnisse der Reise von 1702, deren Ergebnisse er bereits in gleichem Jahr als Disputation veröffentlicht hatte, die aber in diesem Band in erweiterter Fassung vorliegen).Die Kupfer in prächtigen klaren Abzügen zeigen neben einem eindrucksvollen Porträt Scheuchzers in Frontispiz Ansichten, besondere Steine und Kristalle, Fossilien, Pflanzen, typische Gebrauchsgegenstände, Instrumente, Aquadukte, Brücken, Bergwerke, usw. Jede Tafel ist einem englischen Wissenschaftler gewidmet. Die Tafel 1 im 3. Teil oben etwas kurz beschnitten, aber ohne Verlust. Vereinzelt in den Rändern leicht fleckig.First word of title is transliterated from the Greek, text in Latin, FIRST EDITION 1708. Small 4to, approximately , 9 x 6 inches, in three parts, each with a separate title page and a different engraved pictorial Dedication leaf addressed to the Royal Society, that to Part II being double page, portrait of Scheuchzer opposite general title page, engraved by Jos. Nutting after Melchior Fusslinus, plus 41 plates including 2 folding, plate VII in the second journey has a small circle hand coloured blue depicting the earth in the middle of mists and clouds as called for, pages: [6],1-57; [1], 1-72; [2],1-22, bound in full recent panelled calf, blind stamped decoration to covers, richly gilt spine, raised bands and gilt lettered morocco label, red speckled edges and new endpapers. Plate 1 in the third part has top margin trimmed, not affecting image, blank side of first portrait has pale age-browning and is slightly dusty, and last plate has some light foxing to blank side, blank sides of most plates slightly dusty, 1 plate has paper fault to lower margin, neatly repaired, no loss, occasional very slight light browning, small loss from upper corner of 1 text page, not affecting page number or text. A very good clean tight copy of the first edition complete with all 44 plates and the portrait. Johann Jacob Scheuchzer (1672-1733) was a Swiss scholar, a mathematician and naturalist and a doctor of medicine. He was a correspondent and friend of Isaac Newton and a Fellow of the Royal Society to whom at Newton's suggestion this work was dedicated. Newton's imprimatur appears on the title page and the engraved plates were executed at the expense of Newton, whose name appears on the 3 engraved dedication plates, and other Royal Society members such as Hans Sloane and Edmund Halley, plus other prominent university men. Scheuchzer was one of greatest Alpine tourists of his day and in this work describes his observations during 3 journeys made in 1702, 1703 and 1704. The 3 dedication plates and many others show views from his journeys including geological formations, others depict botanical and geological specimens, and equipment. See: Grace K. Babson Collection of the Works of Sir Isaac Newton, page 175, No. 389. Agassiz IV/261; Poggendorff II/793; Peyer S. 87; Bibliographie der Schweizerischen Landeskunde III/28; Lonchamp 2640; Brunet V/198; Haller I/955 Anm.; Perret, 3847; Möller 1063; Nissen ZBI 3656. Image disp.
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Berlin, August Mylius, 1768, in-8vo, 516 S. + 5 gefalt. Kupfertafeln, Titelbl. leicht fleckig, etwas gebräunt, Exlibris Peter E. Obergfell.; hs. Name auf Vorsatzverso , Ledereinband d. Zeit, grünes und gelbes Rückenschildchen. Buntpapier Vorsatzbl., Rostschnitt. Guter Zustand.
Eine Beschreibung der Naturschönheiten der Schweiz, zusammengestellt aus den Berichten der Bergtouren von Johann Jacob Scheuchzer (1672 - 1733) aus Zürich. Die Herausgeber stützen sich auf seine Naturgeschichte des Schweizerlandes, Zürich 1746 (Erstausg. 1703 - 1708). Ergänzt um Teile aus Gottlieb Sigmund Gruners 'Eisgebirge des Schweizerlandes', Bern 1760. Eine interessante Zusammenstellung von Texten dieser beiden Pioniere eines erwachenden (auch wissenschftl.) Interesses am Alpenraum. Im Gegensatz zu Scheuchzer, der mit seinen Schülern Bergtouren unternahm (wie später auch Saussure), war Gruner nie selber im Hochgebirge gewesen. Er begnügte sich damit, Material, welches wenig bekannt oder unpubliziert war, zusammenzutragen. Die 5 Kupfertafeln gehören alle zu diesem Artikel und wurden speziell für diese Ausgabe gestochen. Sie zeigen sehr seltene Abbildungen von: Die Banten Brücke, die Teufelsbrücke, dem Staubbach (Wasserfall im Kt. Bern), dem Gelten Gletscher (Kt. Bern) und dem Säntisgletscher, sämtl. Zeichnungen von Berger und in Kupfer gestochen von Berolini.Neben diesem Artikel von 204 S. enthält der Band noch folgende Reiseberichte:Fortsetzung und das Ende der 'Reisen des Ritters Chardin nach Persien' (74 S.), Christoph Borris 'Beschreibung von Cochin China' (40 S.) (Übersetzung des Berichtes des Jesuitenpaters, der 1620 eine Missionsreise nach Vietnam antrat) und die 'Beschreibung des Chinesischen Reichs und der grossen Tataren' von Johann Baptista du Halde (195 S.) welche im nächsten Band fortgesetzt wird. Tls. leicht stockfl. Image disp.
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Berlin, August Mylius, 1768, in-8vo, 516 S. + 5 gefalt. Kupfertafeln, Hlwd. d. Zt.
Eine Beschreibung der Naturschönheiten der Schweiz, zusammengestellt aus den Berichten der Bergtouren von Johann Jacob Scheuchzer (1672 - 1733) aus Zürich. Die Herausgeber stützen sich auf seine Naturgeschichte des Schweizerlandes, Zürich 1746 (Erstausg. 1703 - 1708). Ergänzt um Teile aus Gottlieb Sigmund Gruners 'Eisgebirge des Schweizerlandes', Bern 1760. Eine interessante Zusammenstellung von Texten dieser beiden Pioniere eines erwachenden (auch wissenschftl.) Interesses am Alpenraum. Im Gegensatz zu Scheuchzer, der mit seinen Schülern Bergtouren unternahm (wie später auch Saussure), war Gruner nie selber im Hochgebirge gewesen. Er begnügte sich damit, Material, welches wenig bekannt oder unpubliziert war, zusammenzutragen. Die 5 Kupfertafeln gehören alle zu diesem Artikel und wurden speziell für diese Ausgabe gestochen. Sie zeigen sehr seltene Abbildungen von: Die Banten Brücke, die Teufelsbrücke, dem Staubbach (Wasserfall im Kt. Bern), dem Gelten Gletscher (Kt. Bern) und dem Säntisgletscher, sämtl. Zeichnungen von Berger und in Kupfer gestochen von Berolini.Neben diesem Artikel von 204 S. enthält der Band noch folgende Reiseberichte:Fortsetzung und das Ende der 'Reisen des Ritters Chardin nach Persien' (74 S.), Christoph Borris 'Beschreibung von Cochin China' (40 S.) (Übersetzung des Berichtes des Jesuitenpaters, der 1620 eine Missionsreise nach Vietnam antrat) und die 'Beschreibung des Chinesischen Reichs und der grossen Tataren' von Johann Baptista du Halde (195 S.) welche im nächsten Band fortgesetzt wird. Tls. leicht stockfl. Image disp.
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SCHEUCHZER, Johann Jacob 1672-1733 / Le Long, Jacques, (1665-1721):
Reference : 50315aaf
Tiguri (Zürich), typs Heideggeri, 1751, in-8vo, 7 Bl. + 241 S. (S. 213 bis 230: Jacobi Le Long, ... de scriptoribus historiae naturalis Galliae; S. 231 bis 241: Index authorum), teils etwas gebräunt, späterer Ganzlederband auf Bünden im Stil der Zeit, vergold. Titel a.d. Rücken, marmorierter Schnitt. Schönes Exemplar.
Zweite Ausgabe. Die erste Bibliographie, die Bücher der ganzen Welt auf dem Gebiet der Naturgeschichte auflistet. Index titulorum: - Hispania. Portugallia. - Gallia. Sabaudia. - Germania. - Belgium foederatum. - Helvetia. - Italia. - Pannonia. - Carinthia Carniola. - Hungaria. - Polonia. - Dania. Suedia. - Britannia .- Sicilia. Melita. Corsica. Sardinia. - Asia. Africa. America. Die Erstausgabe erschien 1716.“In Switzerland, the Gesnerian tradition for natural history was maintained through the work of his fellow-Zürcher Johann Jakob Scheuchzer. Scheuchzer's key published contribution was «Bibliotheca scriptorum historiae naturalis» (1716; reissued 1751), written preliminary to a fuller study of Swiss natural history. Its primary arrangement was therefore geographical; titles were arranged chronologically under authors in each section. As such, it was the first worldwide geographical guide to natural history works - including floras” (David G. Frodin, Guide to Standard Floras of the World, page 4).
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Zurich, Sumptibus authoris, Typis Gessnerianis, 1708.
Première édition. Elle est illustrée de 5 grandes et belles planches dépliantes gravées, la plupart de poissons fossiles. On y trouve aussi un crocodile. Le titre peut se traduire par : "Les doléances et revendications des poissons". Scheuchzer est sans doute le premier à avoir compris que les fossiles étaient les restes d'organismes vivants. Il avait commencé une collection de fossiles dès 1690, qui devint vite célèbre et le mis en contact du monde savant. Il a étudié une grande variété de fossiles et peut être considéré comme le père de la paléontologie européenne. Relié à la suite : SCHEUCHZER. Agrostographia, sive, graminum, juncorum, cyperorum, cyperoidum iisque affinium historia. Zurich, Typis et Sumptibus Bodmerianis, 1719. (40), 512, (24) pp., 19 planches gravées. Première édition de cet ouvrage sur les graminées, illustré de 19 planches, dont 8 dépliantes. Nissen BBI 1751. Très bel exemplaire. /// In-4 de (2), 36 pp., 5 planches dépliantes h.-t. Veau marbré, dos à nerfs orné, tranches rouges. (Reliure de l'époque.) //// First edition. Illustrated by 5 large and beautifull engraved plates, most of them of fossils' fishes. The title translates as "The grievances and claims of fishes". Scheuchzer (1672-1733) was the first to understand that fossils were the remains of organic beings and presented the fish themselves as making this case. The fossil collection that Scheuchzer began assembling in 1690 soon became famous and brought Scheuchzer to the attention of the scholarly world. He worked on a great variety of fossils and is considered the founder of European paleontology. Bound with : Agrostographia, sive, graminum, juncorum, cyperorum, cyperoidum iisque affinium historia. Zurich, Typis et Sumptibus Bodmerianis, 1719. (40), 512, (24) pp., 19 plates. First edition of this work on grass, illustrated by 19 engraved plates. Very nice copy in contemporary binding.
3 Teile in 1 Bd. Zürich, Bodmerische Truckerey, 1716–1718. Kl.-4°. (4), 268, (3) Bl.; (8) Bl., 480 S., (4) Bl.; (8) Bl., 336 S. Mit 1 gest. Frontispiz u. 37 Kupfer (bzw. Abb.) auf 33 Tafeln (davon 9 gef.). Pergamentband aus der Zeit mit geprägtem Rückentitel.
Haller I, 1044–46. – Lonchamp 2638. – HLS-Scheuchzer (Nr. 8). – Erste Ausgabe dieses grundlegenden Werkes zur Naturgeschichte der Schweiz. Teile daraus sind schon 1708 in lateinischer Sprache in der Londoner Ausgabe veröffentlicht worden. Scheuchzer (1672–1733) «einerseits ein Polyhistor barocken Zuschnitts, anderseits als empir. Wissenschaftler schon stark der Aufklärung verpflichtet» (HLS), studierte Naturphilosophie, beschäftigte sich mit Astronomie, Versteinerungskunde und Botanik und wurde 1710 Professor für Mathematik am Zürcher Carolinum. Ab 1704 auch Mitglied der Royal Society in London, die ihn finanziell unterstützte, ihn zur Publikation seiner Schriften motivierte und Wesentliches zur Verbreitung derselben beitrug. Scheuchzer beschreibt im 1. Band die Grenzen, die Form der Gewässer, die Gestalt der Berge mit deren Höhlen, Luftlöcher und Schneelawinen. Im 2. Band beschreibt er neben den alphabetisch aufgelisteten Gewässern mit ihren Überschwemmungen und Trockenperioden auch die Bäder der Schweiz, die er in «Classen» wie warme Bäder, kalte Bäder, Sauerbrunnen, versteinernde Wasser, Schwefelwasser usw. einteilt, die ihn vor allem als Arzt mit ihrer heilenden Wirkung interessiert haben dürften. Im 3. Band «viel gute und falsche Betrachtungen» (Haller) neben meteorologischen Beobachtungen auch Beschreibungen von Naturkatastrophen wie Erdbeben und der «Sündflut» sowie Funde von Fossilien, Steinen, Metallen und Mineralien. «Scheuchzer ist vor Albrecht von Haller der bedeutendste Entdecker der Schönheit der Alpen. Die ästhetisierende Darstellung von Land und Volk in Schillers Wilhelm Tell geht auf seinen Einfluss zurück» (HLS). – Einige Tafeln mit kleineren Einrissen. Vorsätze gebräunt, fleckig und mit zwei handschr. Einträgen. Mit je einem kleinen Stempel auf dem Vorder- und Hinterdeckel. – Sonst sehr schönes und sauberes Exemplar.
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Tiguri, Typis Gessnerianis, 1730. 2°. (9) Bl. incl. gest. Titel und gest. Widmung, 22 Tafeln auf 21 Bl., gest. von Lochmann nach Wirz, ein zusätzl. Bl. eingebunden. Halbleder d. Zt. mit marmor. Deckeln, vergold. Wappen-Supralibros der Bibliothek des Klosters St. Urban.
Lonchamp 2648; Steiger 120; Haller VI, 1619; Barth 9837; Fischer, J. J. Scheuchzer (1973), 99; Feller/Bonjour 436; zu Lochmann vgl. SKL Bd. II, S. 274, zu Wirz vgl. Jahrbuch vom Zürichsee 1951-52, S. 357 f. - Erstausgabe dieses eher seltenen Werkes zur Paläographie, das von Scheuchzers Vielseitigkeit zeugt. Es ist der "erste Versuch dieser Art in unserem Lande..." (Fischer). Die von Johann Lochmann (1700-1762) nach Wirz gestochenen Tafeln zeigen Alphabete und Urkunden, zum Teil mit Unterschrift und Siegel, vom 8. bis zum 16. Jahrhundert, darunter solche aus karolingischer Zeit. - Diesem Exemplar ist eine weitere Urkunde beigebunden, lithographiert von B. Graf in St. Urban nach J. Bergmann. - Einriss im untern Rand des Titels, leicht stockfleckig. - Aus der Bibliothek von Paul Ad. Leemann mit Exlibris; hs. Besitzvermerk "Ambros. Glutz; Donum Joan. Anton. Grafii S. S. Theologiae Doctoris" auf Vorsatz; hs. Vermerk auf hinterem Innendeckel "aus dem Kloster St. Urban".
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Zürich, Heinrich Bodmer, 1711. 8°. Titel, 133 S. Etwas spätererHalbpergamentband mit maschinengeschr. Rückenschild.
Seltenes kleines Werk Scheuchzers. Enthält in Teil eins eine Abhandlung über die natürlichen Körper und deren Eigenschaften, Teil zwei behandelt die Elemente, Gestirne, Wetterphänomene, Mineralien, Pflanzen, Tiere usw. Scheuchzer war es wichtig, «die Liebe zu den Naturwissenschaften unter allen Ständen zu verbreiten. ... Es war ihm deshalb ein frühes Anliegen, eine ‹Physica› oder ‹Naturwissenschaften› in deutscher Sprache zu verfassen». (Fischer, S. 27). – Alte Wurmgänge im Rand mit Japan hinterlegt, neue Vorsätze. – Es fehlen die 19 gest. Tafeln. – Mit Exlibris Paul Ad. Leemann.
Zürich, bey Heidegger und Comp., 1752, kl. in-4to, komplett mit 2 gest. Front. und 32 (10 gefalt., davon 1 mit gr. Klappteil) Kupfertafeln. Bd. 1: IV + 268 S. + 2 Bl. Register / Bd. 2: VIII + 480 S. + 4 Bl. Register / Bd. 3: VIII + 336 S., Halbleder der Zeit mit Lederecken und Rückenschildchen, Buchdeckel mit Schabspuren, sonst sehr schönes Exemplar.
Sehr seltene zweite Ausgabe, erstmals 1716-18 erschienen. Grundlegendes Werk zur Schweizer Naturgeschichte von einem der bedeutendsten Schweizer Universalgelehrten. Das Werk ist eine systematische Ausarbeitung der von 1706 bis 1708 in wöchentlichen Lieferungen erschienenen ‘Beschreibungen der Naturgeschichten des Schweitzerlandes’. Enthält in drei Teilen: 1. Beschreibung der Elemente - Grenzen und Berge. Mit Plan des Urnersees sowie der Ansicht des Fleckens Plur mit dem grossen Klappteil (‘nach dem Bergsturz’) im Tafelverzeichnis teilweise auch als 2 Blätter gezählt wird. -2. Beschreibung der Seen, Flüsse, Brunnen, warmen und kalten Bäder und anderer Mineral-Wasser. Mit 12 numm. Kupfern (7 gefalt.) auf 9 Tafeln. Ansichten von Pfäffers, schöner Prospekt des Rheinfalls von Schaffhausen, bernische Salzwerke zu Bevieux (Bex) etc. etc. -3. Beschreibung der Luft-Geschichten, Steine, Metalle und andere Mineralien. 19 (1 gefalt.) Tafeln überwiegend mit Fossilien. Zwei Tafeln mit Wasserrändchen, sonst schönes, sauberes Exemplar. Haller I, 1047; Barth 17218; Nissen, ZBI 3655; Möller 1063; Fischer, Scheuchzer S. 97; Interlibrum (W. Alicke) Kat. 281, N° 580; vgl. Lonchamp 2638 und Perret 3946 (beide EA). Image disp.
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Zürich : M. Rordorf, 1732, in-4to, 2 Bll. + 68 Seiten, mit Holzschnittvign. a.d. Titel und 2 geflt. Tabellen, unbeschnittenes Exemplar Exlibris Peter E. Obergfell, späterer Pappband.
Einzige Ausgabe dieser sehr seltenen Beschreibung des Bads zu Baden im Kanton Aargau, von dem berühmten Schweizer Naturforscher J.J. Scheuchzer. - Ausgabe ohne die Kupfer; diese wurden in Augsburg gedruckt und nur einem Teil der Auflage beigegeben. Durchschossenes Exemplar, erste Blätter in der unteren rechten Ecke mit schwachem Wasserrand. Schönes, unbeschnittenes Exemplar.Copy with Note: Issued with and without plates. This copy is without. Wäber 312; Lonchamp 2647.
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RELIEFS EDITIONS
LIVRE A L’ETAT DE NEUF. EXPEDIE SOUS 3 JOURS OUVRES. NUMERO DE SUIVI COMMUNIQUE AVANT ENVOI, EMBALLAGE RENFORCE. EAN:9782380362640
Zurich, Sumptibus authoris, Typis et Sumptibus Bodmerianis, 1719.
Première édition de cet ouvrage sur les graminées. Elle est illustrée de 17 (sur 19) planches gravée. Il manque les planches 7 et 8. Les 8 jolies planches dépliantes de Huber sont bien présentes à la fin. Nissen BBI 1751. D'inévitables rousseurs. Bel exemplaire. /// In-4 de (40), 512, (24) pp., 17 planches gravées. Vélin rigide. (Reliure de l'époque.) //// First edition of this work on grass, illustrated by 17 (over 19) engraved plates. It lacks plates 7 and 8. The 8 folding plates by Huber are present at the end of the volume. Some foxing as usual. Nice copy in contemporary stiff vellum.
Amasterdam, Jean Convens et Corneille Mortier. 1730. Grenzkolorierte Kupferstiche. Blattformat: 56 x 64 cm. Gesamtgrösse der vier Karten: 112 x 128 cm.
Grossformatige Karte der Schweiz, gedruckt in vier Teilen. Mit grossen allegorischen Kartuschen und vielen Landschafts- und Berufsdarstellungen an den Rändern. – Sehr gut erhalten.
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3 Bände. Zürich, Orell Füssli, 1979. 8°. 272 S.; 487 S.; 336 S. Mit zahlr. z.T. gef. Tafeln. Orig.-Kunstlederbände.
[Zürich] : Freystadt, 1726 in-4to, 128 S., Pappband ohne Umschlag..
Haller VI, 2; Barth 2924.
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[Zürich] : Freystadt, 1726, in-4to, 128 S., leicht stockfleckig und am Anfang kl. marginalen Wasserfleck oben im Rand , kl. Stempel auf Titelbl. ‘Burgerbibliothek Luzern’, rez. Halb-Lederband. Autor, Titel und Datum in Golddruck auf dem Rücken
Haller VI, 2; Barth 2924.
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Zürich, Heidegger und Compagn., 1740. 4°. Titel, 15) Bl., 467 S., (8) Bl. Register. Späterer marmor. Pappbd. mit hs. Rückenschild.
Zweite Auflage dieses Werkes (EA 1721). – Enthält ein «Schreiben eines Herren und Freundes an Herren Johannem Bernouilli ...» über die Lektüre der Bögen aus diesem Werk, welche Bernouilli ihm gesandt hatte, gezeichnet J.B.A.M.V.D.M. – Sauberes Exemplar. – Mit Exlibris Paul Ad. Leemann und Conrad Hch. Weigelt.
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Zweyte und verbesserte Auflage. 3. (von 3) Band. Zürich, bey Heidegger und Comp., 1752. 4°. (8) Bl., 336 S. Mit 18 Kupfertafeln mit 179 Abb. Lederband der Zeit mit Rückenschild.
Fischer S. 79–90. – Zweite Auflage des seltenen dritten Bandes, alle drei Bände erschienen erstmals 1716–1718. Zwei weitere geplante Bände über Flora und Fauna der Schweiz sind nie erschienen. – Der Einband mit Verwendung des alten Materials restauriert. Die Vorsätze erneuert. Durchgehend etwas fleckig, die Tafeln am Schluss stärker betroffen.