Berlin, 1903-1922. 8°. In Jugenstilpostkartenalbum.
Umfangreiche Sammlung von Originalaquarellen teils goldgehöht, meist über Federlithografie und zum Teil mit vorgedruckten Gedichten an die Familie des aus Berlin stammenden Musikdirektors und Professors der Musikgeschichte Ernst Radecke (1866 - 1920). (Schweiz. Musikerlexikon S. 300). - Marie von Olfers (1826 - 1924), Tochter des Direktors der Berliner Museen Iganz von Olfers (1793 - 1872) war die Tante von Sibylle von Olfers und deren Vorbild. Sie lebte als Bilderbuchdhkünstlerin, Malerin und Schriftstellerin in Berlin. Olfers war eine Naturbegabung der es gelang eine naive Bildsprache für märchenhafte und naturpoetische Stoffe zu entwickeln, in der sie in scheinbar idyllischen Handlungen Hintergründe Ängste und Gefährdungen mit einfachen zeichnerischen Mitteln formulierte: mit diesem Talent folgte Olfers der psychologischen Tradition der deutschen Romantik (sie verkehrte in ihrer Jugend im Kreis der Töchter von Bettina von Arnim). (Ries S. 757ff mit Bibliographie). - Die Darstellungen mit stilisierten Kindern, Engeln und/oder religiösen Motiven. Meist auf verschiedenfarbenen getönten Papieren. Wenige Motive doppelt vorhanden. Die Karten meist mit freundschaftlichen Grüssen, Wünschen und einigen Bemerkungen zum Alltag der damals schon betagten Künstlerin. - Schön erhalten.
November 1900. 33x24 cm. unter Passepartout, gerahmt.
Ausdrucksvolles Aquarell mit dem Widmungsgedicht: "Echter Freundschaft Melodie, vergisst man nie, klinget oft auch fern der Ton, Alte Liebe hört ihn schon", datiert. Die Widmung nach Auskunft des Vorbesitzers wahrscheinlich zum 70. Geburtstag des Komponisten und Musikpädagogen Robert Radecke (1830-1911).
1910. 33x24 cm. Unter Passepartout, gerahmt.
Ausdrucksvolles Aquarell mit der Widmung "zum 31ten Oct. 1910, in teuerster Verehrung" für den Komponisten Rober Radecke (1830-1911) zum 80. Geburtstag.