, Imhof verlag, 2016 Hardcover, 21 x 29,7 cm, 184 Seiten, 91 Farb- und 56 S/W-Abbildungen. ISBN 9783731900733.
Das Buch verfolgt die k nstlerische Entwicklung Antwerpens nach den Bilderst rmen von 1566 und 1581 sowie der R ckeroberung der kurzzeitig calvinistischen Stadt durch habsburgisch-katholische Truppen im Jahre 1585. Aus verschiedenen Blickwinkeln wird untersucht, wie es in und nach den schweren politischen und konfessionellen Konflikten gelang, die Stadt zu rekonsolidieren und damit die kulturellen Grundlagen der Rubenszeit zu legen. Die Vertreibung der Antwerpener Protestanten nach 1585 wird, anders als im Gro teil der bisherigen Forschung, nicht prim r als Verlust von ?Multikulturalit t? beklagt, sondern aus einer parteilichen Perspektive studiert, um so die pro-habsburgische Bildpropaganda und ihre theologischen und dynastischen Rechtfertigungen besser zu verstehen. Die Themen der Beitr ge verdeutlichen die komplexen Entstehungsbedingungen von Kunst und Architektur im Antwerpen der Zeit: Urbanistik als Spiegel konfessio-neller Konflikte, Graphik und Buchproduktion, ?katholische? Malauftr ge und Kirchenrestaurierungen, die Selbsteinordnung der st dtischen Eliten in die internationalen Standards der Repr sentation, Mechanismen der Teilhabe an den europ ischen Netzwerken der K nstler, Sammler und H ndler, k nstlerische Ans tze zu Interkonfessionalit t und Vers hnung. Auch einzelne K nstler, u. a. Hans Vredeman de Vries, Jacob de Backer, Frans Francken d. . und Abraham Janssen van Nuyssen, werden studiert; besondere Aufmerksamkeit genie t der Rubens-Lehrer Otto van Veen, dem Rubens, wie gezeigt wird, von einzelnen Personifi-kationen bis zu Kompositionen und komplexen visuellen Argumentationen weit umfassender folgte als gemeinhin angenommen.