| ZEERLEDER, K. (Karl) (1780-1851): |
Urkunden für die Geschichte der Stadt Bern und ihres frühesten Gebietes bis zum Schluss des dreizehnten Jahrhunderts. Gesammelt durch Karl Zeerleder, hrsg. durch desselben Erben (eigt. Ludwig Wurstemberger). In 3 Bänden. Bern, Stämpfli, 1853-54-54, in-4to, XVIII + 8 S. (Vorbericht) + 693 S. / VIII + 552 S. + 5 S. (Chronol. Verz. Schultheissen) + 1 weisse S. + 159 S. (CLIX, Register) / IV + 10 S. + 69 getönte lithogr. Tafeln, tlw. kl. Wasserfleck in der ob. Ecke, vereinzelt leicht fingerfl., vereinzelt leicht stockfl. und gebräunt hauptsächlich am Rand, vord. Vorsatz mit Randabschnitt, breitrandiges tlw. unbeschnittenes Exemplar, kl. Namenstempel auf Innendeckel, Halbpergamentbände mit Gebrauchsspuren, Ecken und Kanten bestossen, Rücken etwas staubfleckig, Rückenschildchen mit Fehlstellen.
- Prix : 900.00 CHF
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| Erstausgabe eines posthum publizierten Urkundenbuches, von besonderer Bedeutung. Die 69 Tafeln zeigen 279 Siegelabbildungen, mit zahlreichen Wappen. Sie wurden nach Originalsiegeln gezeichnet von S. Probst, lithogr. von Arnold Streit, gedruckt von J.C. Ochsner. Exemplar mit dem oft fehlenden Register von 159 S. "Ein Urkundenbuch, wie es damals noch wenige gegeben hat" (ADB). Wichtige Ergänzung zu den "Fontes Rerum Bernensium". Band 3 enthält 279 Siegelabbildungen, die in den "Fontes" nicht enthalten sind. Infolge des Todes Zeerleders "herausgegeben von desselben Erben", tatsächlich aber durch Johann Ludwig Wurstemberger, und ergänzt aus Turiner und Stuttgarter Archiven. Seinen Namen verschwieg Wurstemberger aus Bescheidenheit, da "der überlange Name nur die Druckkosten vermehren würde" (SBB IV, 131). Karl Zeerleder war Mitglied des Justizrates und des kleinen regierenden Rates, ferner Kanzler der Akademie, Präsident der Stadtverwaltung und Vorsteher der Bibliotheksbehörde. Nach seinem Tode "fand sich in seinem Nachlasse, allen bisher unbekannt, das Hauptwerk seines Lebens, eine nahezu vollständge Sammlung von Abschriften der auf die Geschichte von Stadt und Kanton Bern sich beziehenden Urkunden bis zum Jahr 1300. Auf den Wunsch der Familie besorgte der bekannte Geschichtsforscher Ludwig Wurstemberger die Herausgabe, und so erhielt Bern ... ein Urkundenbuch, wie es damals noch wenige gegeben hat" (ADB). ADB XLIV/763; Barth 18888 (doch gibt (irrtümlich?) 3 Bde Bern 1853-55). |
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