| Hervorragend ausgeführte Arbeit, "Die ÔJudenpredigt in Rom' gilt in kunstverständigen Kreisen als das gelungenste Werk von Hess. Das Motiv zu diesem Aquarellbilde entnahm Hess dem damals in Rom bestehenden Gebrauche, dass alle im dortigen Ghetto lebenden Israeliten alljährlich einmal eine römisch-katholischen Gottesdienst besuchen mussten. Mit polizeilichem Zwang wurden die Kinder Israels in die Kirche geschleppt, militärisch wurden sie in derselben überwacht und bei der geringsten Unachtsamkeit durch die anwesenden Priester und Mönche auf das empfindlichste zurechtgewiesen ... Das Bild, welches ungemein gewissenhafte Vorarbeiten verräth, zeichnet sich aus durch treffliche Gruppirung der vorkommenden Figuren, durch vorzügliche perspektivische Darstellung der Architektur und durch köstliche Charakteristik der einzelnen Gestalten aus. Hess hat diese intgeressante Arbeit mit einer so minutiösen Sorgfalt ausgeführt, wie später kein Bild mehr" (Joh. Jak. Im-Hof: der Historienmaler Hieronymus Hess, S. 10 et 67, und Tafel Va). Thieme-B. XV/324 (Guise) und XVI/582-583 (Hess). |